Zerbrochen ist die Klaviatür

Die Ev. Martinskirchengemeinde Espelkamp und der Bürgerverein Gestringen laden herzlich ein zu einer Lesung mit Marlies Kalbhenn und Ralf Kapries.

Sie findet statt am Sonntag, dem 7. Juni, um 17 Uhr im Thomashaus Espelkamp.

„Zerbrochen ist die Klaviatür“ ist der Titel eines Buches, welches kürzlich im Marlies Kalbhenn Verlag erschienen ist.

Das „lyrische Lesebuch“ enthält Texte von fünf Dichterinnen – jede von ihnen eine „Poetin mit eigener Note“. Da alle fünf Jüdinnen waren, wurden sie ab 1933 mit Berufsverbot „bestraft“, ins Exil gedrängt oder deportiert.

Else Lasker-Schüler, in Wuppertal-Elberfeld geboren und später in Berlin lebend, starb am 22. Januar 1945 im Jerusalemer Exil.

Josefa Metz, in Minden geboren. in Bielefeld aufgewachsen, war im Februar 1943 in Theresienstadt gestorben.

Die Berlinerin Gertrud Kolmar Anfang März 1943 in Auschwitz-Birkenau ermordet worden.

Ilse Weber, aus dem Sudetenland stammend, wurde ebenfalls, zusammen mit ihrem kleinen Sohn Tommy, im Oktober 1944 von Theresienstadt aus nach Auschwitz „ins Gas“ geschickt.

Und die jüngste, die achtzehnjährige Selma Meerbaum-Eisinger, geboren in Cernowitz in der Bukowina, starb bereits am 16. Dezember 1942 im Zwangsarbeitslager Michailowka.

Der Buchtitel „Zerbrochen ist die „Klaviatür“ ist eine Zeile aus dem Gedicht „Mein blaues Klavier“ von Else Lasker-Schüler.

„Mein blaues Klavier“ – so heißt das letzte Buch der Dichterin, das in Jerusalem in einer Auflage von 320 Exemplaren gedruckt wurde. Gedruckt wurde „Zerbrochen ist die Klaviatür“ ebenfalls in Jerusalem, ebenfalls in einer Auflage von 320 Exemplaren. Wie es dazu kam, davon wird Marlies Kalbhenn erzählen.

Bei ihrer aktuellen Lesung m Thomashaus wird sie unterstützt von Ralf Kapries.

Der Eintritt ist frei. Spenden werden aber gern angenommen.